Rollschuh fahren und seine 250jährige Tradition
Rollschuhlaufen sind ein Sport bzw. eine Freizeitbeschäftigung unter vielen. Doch es handelt sich hier um mehr: Immer sind mehrere Generationen gleichzeitig von dieser Aktivität begeistert – und ohne dies gemeinhin zu wissen, bezieht man sich hier auf eine 250jährige Tradition. Und was im Alltag von Bedeutung ist, bleibt auch nicht vomBildschirm unbeachtet.
Die Erfindung(en): Früh erkannte man die Dynamik
Der erste patentierte Rollschuh kam im Jahre 1760 auf den Markt. Es handelte sich um den belgischen Erfinder John Joseph Merlin (1735 – 1803) aus der Stadt Huy – testfahren ließ er zuerst seinen 12jährigen Enkel Bernard Tyers aus Waterford (Irland). Rund 100 Jahre später, nämlich 1863, verbesserte der Amerikaner James Leonard Plimpton (1828 – 1911) aus Massachusetts den Rollschuh, indem er die Möglichkeit einbrachte, dass man leicht und unbeschwert Kurven fahren konnte. Genau diese Erfindung öffnete der Entwicklung des Rollschuhlaufens zu einem Massensport die Türen.
Der Sport: Freude, Spaß und Wettkampf
In der neueren Zeit wird das Rollschuhlaufen auch als Wettkampfsport klassifiziert – erstmals im Jahre 1992 bei den Olympischen Spielen (dies wird sich im Jahre 2012 wiederholen). Im Jahre 1999 wurde eine Statistik der US-amerikanischen “National Sporting Goods Association” veröffentlicht. Damals ergab es sich, dass 2,5 Millionen Menschen Rollschuhhockey spielten und ebenfalls hochzahlige Personengruppen an Wettläufen, Rollschuhkunstlauf und Rollschuh-Derby teilnahmen. Gerade in der “Disko-Ära” (nämlich in den 1980er und 1990er Jahren) gewann das Rollschuhlaufen an Attraktivität.
Gut für die Figur – Aerobic auf Rollen
Die Internationale Rollschuhorganisation gründete man im Jahre 1937 – man bietet Trainingseinheiten an und ist Ansprechpartner als Sportverband, der seinen Hauptsitz in Indianapolis (US-Bundesstaat Indiana) innehat (Vorstand: Bobby Pender). Diese Organisation weist auch auf den gesundheitlichen Nutzen des Sports hin. Pro Stunde, so wird gesagt, verbrennt ein Rollschuhläufer 350 Kalorien – bei einem Tempo von 10 Kilometern in der Stunde. Bei 16 Kilometern in der Stunde sind dies entsprechend 600 Kalorien. In den 1980 verband man das Rollschuhlaufen auch mit der Idee der generellen Alltagsfitness (Aerobic, Tai Chi; letzteres insbesondere 1988 durch Marnie Bjornson per Video propagiert). Man weiß heute, dass Rollschuhlaufen dem Joggen in seiner Gesundheitswirkung entspricht: die “American Heart Association” empfiehlt das Rollschuhlaufen als einen Aerobic-Sport.
Rollschuhe im Museum: Filme, Bilder und historische Stücke
Rollschuhlaufen ist so populär geworden, dass bereits Museen über die Geschichte dieses Sports Ausstellungen durchführen. Das US-amerikanische “National Museum of Roller Skating” in Lincoln (US-Bundesstaat Nebraska) führt die größte Sammlung historischer Rollschuhe weltweit – verbunden mit Bildern, Medaillen, Filmen, Kostümen und anderen Accessoires, die in diesem Zusammenhang Bedeutung erlangt haben. Viele dieser Ausstellungsstücke wurden gespendet – und man bittet auch weiterhin darum, Sachspenden zu erhalten, die die Geschichte des Rollschuhlaufens auf einer örtlichen, regionalen, landes- und bzw. oder weltweiten Ebene wiederspiegeln.
Rollschuhe im Film: Nur einige Beispiele
Rollschuhlaufen ist auch aus Film und Fernsehen bekannt: Madonna läuft in ihrem Video “Sorry” Rollschuh; in Jessica Simpson´s Musikvideo “A Public Affair” treten neben Simpson selbst noch auf Rollschuhen auf: Christina Milian, Andy Dick, Ryan Seacrest, Eva Longoria und Christina Applegate (in Begleitung eines Rollschuhtanzteams “Breaksk8″). Es ist auch weiterhin so, dass insbesondere für Tanzvideos ähnliche Gruppen engagiert werden.
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