Skaten ist mehr als nur ein Lebensgefühl!

Skateboards – Ein Trend aus den USA

Anfang der 1970er Jahre schwappte eine neue Modewelle aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland. Ein neues Fortbewegungsmittel, das Skateboard kam in den deutschen Handel. Aufgrund der hohen Nachfrage waren die ersten sogenannten “Rollbretter” schnell vergriffen und die Hersteller kamen mit der Produktion nicht hinterher. Findige Bastler fanden aber schnell Abhilfe. Aus alten Rollschuhen und zugesägten Brettern wurden eigene Kreationen gefertigt um das neue Fahrgefühl zu genießen.

Die Ausstattung des Skateboards

Die Skateboards von damals sind mit den heutigen Sporgeräten nicht mehr zu vergleichen. Die Boards, auch “Deck” genannt, bestehen aus mehrschichtigem, kanadischen Ahornholz. Auch edle Hölzer aus dem Baltikum werden bei der Herstellung verwendet. Sie sind mit rutschfesten Belägen ausgestattet um eine höhere Standfestigkeit beim Beschleunigen und Stehen auf dem Brett zu gewährleisten. High Tec Sportgeräte werden aus Aluminium, Kevlar oder mehrschichtigen Spezialkunststoffen gefertigt. Diese eignen sich hervorragend als Übungsgerät für Kunststücke.

Auch bei den Rollen und Rädern der Skateboards hat sich viel verändert. Hatte man in den Anfängen noch Räder aus günstigen Kunststoffen, werden heutzutage hochwertige Polyurethan – Rollen verwendet die eine längere Lebensdauer haben und bei Kurvenfahrten weniger abgenutzt werden. Das Innenleben der Rollen ist aus strapazierfähigen Metallen und Stahl-Kugellagern gefertigt. Gelenke und Federn erhöhen den Fahrspaß bei Kurvenfahrten und wirken der Abnutzung der Rollen entgegen. Waren die Räder der Skateboards damals abgefahren war das Board nicht mehr zu gebrauchen. Es gab keine Ersatzrollen oder verfügbare Rollen waren so teuer das die Anschaffung eines neuen Boards günstiger war. Dies gehört zum Glück auch der Vergangenheit an. Rollen und Räder sind austauschbar. Die neuen Kunststoffrollen haben verschiedene Härtegrade für den Grip auf unterschiedlichen Belegen. In Fachgeschäften kann man die einzelnen Komponenten erwerben, sich beraten lassen, und auch sein Skateboard individuell zusammenstellen lassen. Dies ist natürlich eine Frage des Geldbeutels.

Die Unterseite des “Decks” ist nicht wie früher, eine mit Klarlack besprühte, einfarbige Fläche. Die Rückseiten werden von ihren Besitzern mit farbenfrohen Graffitis bunt gestaltet. So entstehen individuelle Boards. Selbstverständlich gibt es im Handel Skateboards die auch auf der Unterseite schon fertig gestaltet sind.

Skateboarding in den USA

In den Vereinigten Staaten gibt es viele Vereine, gerade im Süden der USA (Kalifornien) ist die Sportart sehr beliebt. Es werden nationale und internationale Meisterschaften ausgetragen. Einige Skateboarder betreiben den Sport professionell und haben Sponsorenverträge um ihre Sportart zu finanzieren.

Skatboarding – in Deutschland eine Randsportart

Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten gibt es in Deutschland keine oder wenig eingetragene Vereine und keinen organisierten Verband. Trainingsstätten oder Übungsplätze sind in vielen deutschen Städten nicht vorhanden. Da das Skateboard in Deutschland nur als Fortbewegungsmittel gilt und nicht kategorisiert ist, darf man es nur auf Gehwegen benutzen. Dies ist meist ein Ärgernis für Fußgänger. Auch auf Radwegen ist das skateboardfahren in der Bundesrepublik untersagt. Um sich selbst vor Verletzungen zu schützen sollten Ellbogen- und Knieschützer so wie Handschuhe und Helm getragen werden.

Inhaber Foto: NorthShoreSurfPhotos – Fotolia

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